Gegen den weltweiten Trend – Krebsrisiken nehmen nur ab, wenn wir weiter dran bleiben

Darmkrebs - Screening-Programme nutzen!

Darmkrebsvorsorge Screening

Die gute Nachricht: Seit 2007 sinkt die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate für fast alle Krebsarten in Deutschland – auch für Darmkrebs“, erklärt der Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dietrich Hüppe im Vorfeld des diesjährigen Darmkrebsmonats März. „Schaut man genauer hin, zeigt sich aber, dass es deutliche Abweichungen in bestimmten Bevölkerungsgruppen gibt“, so Hüppe weiter. „Das Krebsrisiko kann nur sinken, wenn jeder seine Vorsorgemöglichkeiten wahrnimmt.“

Während die Zahl der Krebserkrankungen weltweit nach der neusten WHO-Prognose bis 2050 rasant steigen soll, weisen Krebsregisterdaten für den Zehnjahres-Zeitraum von 2007 bis 2018 für Deutschland einen Trend in die Gegenrichtung aus. Einer aktuellen Studie zufolge war der Rückgang bei Krebserkrankungen insgesamt sowie für Darmkrebs insbesondere allerdings in wirtschaftlich wohlhabenderen Gegenden deutlich stärker als in schwächer gestellten Gegenden, wo die Neuerkrankungsrate teilweise um bis mehr als zu 20 Prozent höher liegt.

„Es bleibt eine große Herausforderung, Kompetenz und Bewusstsein der Menschen für ihre eigene Gesundheit weiter zu stärken“, kommentiert die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Petra Jessen. „Investitionen in die Prävention sind das beste Mittel, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Was den Darmkrebs betrifft, kann eine Vorsorgedarmspiegelung den Krebs verhindern. Wir rufen deshalb anlässlich des bevorstehenden Darmkrebsmonats erneut dazu auf, die Chancen des Screening-Programms für gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr unbedingt zu nutzen!“

Quelle: www.magen-darm-aerzte.de

Denk an morgen – geh‘ heute zur Darmkrebsvorsorge

Gesellschaft für Gastroenterologie Herne e.V.

Vortrag im Rahmen der 36. Herner Gesundheitswoche 2024 / Darmkrebsmonat März

Dr. med. Dietrich Hüppe

Dr. med. Dietrich Hüppe

20 Jahre Darmkrebsvorsorge – was hat das gebracht? Welche Möglichkeiten gibt es? Was nützt der Stuhltest, was die Darmspiegelung? Welcher Aufwand kommt auf mich zu? Gibt es Risiken?

Dienstag, 12. März 2024 19.00 Uhr
Restaurant Zille | Raum Crange
im Kulturzentrum Herne Willi-Pohlmann-Platz 1

Eintritt frei

Kontakt:

Dr. med. Dietrich Hüppe
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Herne
Wiescherstraße 20
44623 Herne
hueppe.herne@t-online.de

Stützpfeiler der ambulanten Versorgung – Medizinische Fachangestellte verdienen Wertschätzung

Logo Magen-Darm-Ärzte„Hunderttausende Medizinische Fachangestellte (MFA) arbeiten in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und sorgen im direkten Patientenkontakt für den reibungslosen Ablauf der ambulanten Versorgung“, sagt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Petra Jessen. „Ohne sie liefe auch in den Praxen der Verdauungsmediziner nichts. Es sollte mehr als selbstverständlich sein, dass im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit unseren Mitarbeiterinnen ein angemessenes Gehalt gezahlt werden kann.“

Der Dachverband der Medizinischen Fachangestellten (vmf) hat in einer Mitgliederbefragung festgestellt, dass 39 Prozent der MFA mehrmals im Monat über den Ausstieg aus dem Beruf nachdenken. Zwei Drittel sind unzufrieden mit dem Gehalt. „Das ist besorgniserregend“, kommentiert Dr. Jessen. „Und es spiegelt die Erfahrung wieder, dass es immer schwieriger wird, Personal für unsere Praxen zu finden.“

Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) steht uneingeschränkt hinter der Forderung des vmf, nach einer gesicherten Finanzierung der erbrachten notwendigen Leistungen aller Gesundheitsberufe in den Praxisteams und einer vollumfänglichen und zeitnahen Gegenfinanzierung der Tarifsteigerungen. Stattdessen gebe es, bedauert der Dachverband zu Recht, für Arztpraxen nur Spargesetze. Die hausärztlichen Praxen warteten nach wie vor auf die Endbudgetierung, die für die fachärztlichen Praxen bisher nicht einmal in Sicht sei.

„Wir erwarten spätestens im März einen Abschluss der Tarifverhandlungen“, erklärt Dr. Jessen. „Wir Magen-Darm-Ärzte verlassen uns darauf, dass die dadurch ausgelösten Kostensteigerungen zeitnah im Vergütungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung abgebildet werden und, wie von der Politik versprochen, ab Januar 2025 ausgezahlt werden.“

Quelle: www.magen-darm-aerzte.de

Auf dem Rücken der Patienten? – Lauterbach muss Farbe bekennen

„Ärzte streiken nicht“, betont Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Aber das ambuante System steht unter Mangelverwaltung. Die jahrelange Budgetierung notwendiger Leistungen schlägt sich an allen Ecken und Enden in Engpässen nieder. Und die bekommen insbesondere chronisch kranke Patienten zu spüren, aber auch Patienten, die auf dringende Diagnosen warten.“

Dass Ärzte Praxen schließen müssen, um auf die Verknappung von Ressourcen aufmerksam zu machen, zeigt, wie schlecht es um die ambulante Versorgung steht. Es geht nicht um Streik, sondern um Protest gegen ein politisch motiviertes Ausbluten der guten etablierten Strukturen im Gesundheitswesen, gegen überbordende Bürokratie, gegen immer höhere Anforderungen ohne entsprechende Unterstützung bei Investitionen und gegen teils chaotische Rahmenbedingungen bei der Etablierung digitaler Techniken.

„Die Aktionen der niedergelassenen Ärzte, an denen sich auch Magen-Darm-Ärzte beteiligen, richten sich nicht gegen Patienten“, erklärt Dr. Tappe, „sondern sollen ganz im Gegenteil zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen.“ Tatsächlich seien es Politik und Krankenkassen, so Dr. Tappe, die über Druck auf die Arztpraxen Patienten den ungestörten Zugang zur Versorgung immer stärker erschweren.

Der Vorsitzende des fachärztlichen Dachverbandes SpiFa, Dr. Dirk Heinrich hat in seinem letzten Statement vor dem für Dienstag geplanten Treffen mit dem Bundesgesundheitsminister deutlich gemacht, dass die Budgetierung im Facharztbereich mittlerweile vielerorts ein derartig hohes Niveau erreicht habe, dass häufig eine zeitnahe Diagnosestellung nicht mehr möglich sei. „Unsere Patienten“, so der Verbandschef der Magen-Darm-Ärzte, „bekommen das zum Beispiel bei Magenspiegelungen und Ultraschalluntersuchungen regelmäßig hautnah zu spüren.“

Quelle: www.magen-darm-aerzte.de

165. Sitzung des Gastroenterologischen Arbeitskreises

Am Montag, den 22. Januar 2024, 19 Uhr, findet die 165. Sitzung des gastroenterologischen Arbeitskreises im Marienhospital Herne statt. Folgende Beiträge sind bisher eingegangen:

  • Barrett-Ösophagus und seine Komplikationen
    W. Nolte
  • Interventionsmöglichkeiten am Gallengang
    J. Scholle
  • Neue Entwicklungen in der Crohn-Chirurgie
    Prof. Dr. Emile Rijcken, EvK Herne

24. Herner Lebertag

Mittwoch, den 13. März 202424. Herner Lebertag
17:00-19:30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Herne
Willi-Pohlmann-Platz 1
Herne (VHS-Saal)

Unser Programm für Sie:

  • Begrüßung und Moderation
    Waltraud Kowalski, Dr. med. Johanna Preiss,
    Dr. med. Dietrich Hüppe, Dr. med. Matthias Hinz
  • Fettleber- die neue Volkskrankheit- Ursachen und Therapie
    Dr. med. Gisela Felten
  • „Könntest Du mal kurz auf die Leberwerte meines Sohnes schauen?“ Kasuistik aus der Nachbarschaft
    Dr. med. Marcel Sandmann
  • Was gibt es Neues bei der PBC, AIH und PSC?
    Dr. med. Johannes Schweinfurth
  • Was gibt es Neues zu den Virushepatitiden?
    Ingo van Thiel, Deutsche Leberhilfe e.V.

Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich!

Ansprechpartner:
Waltraud Kowalski, Hepatitis SHG, Tel.: 02361/6581965
Dr. med. Matthias Hinz und Dr. med. Jens Verbeek, Wiescherstrasse 20, 44623 Herne, Tel.: 02323/946220, hinz@gastro-praxis-herne.de
Sponsoren: AbbVie 1500€, Advanzpharma 1000€, Gilead 1000€

Hier können Sie das gesamte Programm als Flyer downloaden.

Petition über die Zukunft der ambulanten Versorgung – Jetzt kommt es darauf an – es fehlen noch 21.000 Stimmen!

Petition KV #PaxenkollapsSeit dem 15. Oktober läuft die Unterschriftensammlung für die Petition zur Sicherung und Verbesserung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung durch niedergelassene Ärzte. „Der Kostendruck wird immer größer und unser Gesundheitsminister schaut vor dem Hintergrund seiner umstrittenen Bemühungen um eine Reform der Krankenhäuser über die brisante Lage in den Praxen hinweg, als gäbe es sie gar nicht“, warnt Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng).
Wie gravierend die Situation ist, belegt das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter den niedergelassenen Ärzten. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) hat darin ermittelt, dass sich 60 Prozent der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte mit dem Gedanken tragen, vorzeitig aus der Patientenversorgung auszuscheiden. Nur 50 Prozent würden sich, wenn sie die Wahl hätten, erneut niederlassen. Mit großer Mehrheit stimmen die Befragten den Forderungen zu, die in der Petition an den Bundestag formuliert sind.
„Es muss sich dringend etwas ändern, sonst werden wir in wenigen Jahren vor einem Scherbenhaufen stehen, der sich nicht mehr reparieren lässt“. so Dr. Tappe. „Die individuelle Versorgung, auf die sich Patienten bisher verlassen können, wird es dann nicht mehr geben. Die Patienten werden sich auf standardisierte Massenabfertigung einstellen müssen, und das kann doch wirklich niemand wollen!“
Jede Stimme zählt: Noch neun Tage lang kann die Petition online unter https://epetitionen.bundestag…. oder persönlich in einer der in vielen Praxen ausliegenden Listen gezeichnet werden. Es fehlen noch rund 22.000 Unterschriften, damit die Kassenärztliche Bundesvereinigung als Vertreterin der niedergelassenen Ärzte die Bundestagsabgeordneten über den Petitionsausschuss mit dem drohenden Praxenkollaps konfrontieren kann. „Sorgen Sie mit Ihrer Unterschrift dafür, dass dem Gesundheitsminister die Augen geöffnet werden!“, appelliert Dr. Tappe im Namen der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Links

Pressemitteilung der KBV

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) – Patienten profitieren von Sondervereinbarung

Logo Magen-Darm-ÄrzteCED-Patienten haben es schwer. Nicht nur, dass sie bei Krankheitsschüben unter Darmbeschwerden leiden und in ihren Alltagskompetenzen deutlich eingeschränkt sind. Darüber hinaus gibt es in unserem Gesundheitswesen nur unzureichende Möglichkeiten, eine ausreichende ärztliche Versorgung für sie zu organisieren.

„Was nötig wäre und wie es besser gehen könnte, ist seit Jahren bekannt“, sagt Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng). „Dennoch ist es den betreuenden Ärztinnen und Ärzten trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, die Versorgungsmöglichkeiten im Rahmen der Regelversorgung zu verbessern. Das geht nur über eigeninitiative Maßnahmen sowie punktuell über Sonderverträge mit den Krankenkassen.“

Viele niedergelassene Magen-Darm-Ärzte haben in ihren Praxen hohe Qualitätsstandards für die Versorgung von CED-Patienten etabliert und durch den Erwerb des Zertifikates „CED Schwerpunktpraxis im bng“ gesichert. Sie weisen damit nach, dass sie regelmäßig viele CED-Patienten behandeln, sich fortbilden und mit Fachkollegen ihre Erfahrungen austauschen.

In regional begrenzten Sonderverträgen mit einzelnen Krankenkassen konnte der bng darüber hinaus zusätzliche Versorgungsleistungen vereinbaren. Dazu gehört zum Beispiel die Vorhaltung einer CED-Fach- oder CED-Versorgungsassistenz als direkte Ansprechperson für die Behandlungskoordination sowie Kontaktperson für aktuelle Krankheitssituationen. Auch unterstützende App-Anwendungen können in diesem Rahmen genutzt werden.

„Neben der Techniker Krankenkasse und vielen Betriebskrankenkassen engagiert sich auch die BARMER für ihre CED-Patienten“, erklärt Dr. Tappe, „Gestartet in Westfalen-Lippe konnten bisher nur BARMER-Patienten aus wenigen KV-Regionen von einer Sondervereinbarung profitieren. Wir sind sehr froh, dass dieses Engagement jetzt bundesweit ausgeweitet wird. So kommen zumindest einige der betroffenen Patienten mehr in den Genuss einer Betreuung, die ihnen besser hilft, mit ihrer Erkrankung zu leben.“

Quelle: www.magen-darm-aerzte.de

Darmkrebsvorsorge ist effektiv – Die Zahl der Neuerkrankungen und die Sterberate sinken auch 2023 deutlich

Das Robert Koch-Institut hat seine neuesten Zahlen für 2019 vorgelegt: Danach sinkt bei Darmkrebs die Anzahl der Neuerkrankungen auf 58.967 Fälle und die Anzahl der Todesfälle auf 24.048. Dies entspricht einem Rückgang von 1663 Erkrankungen (-2.7%) bzw. 200 Todesfällen (-0.8%).

„Seit der Einführung des Screening-Programms mit Stuhltest und Vorsorge-Darmspiegelung im Jahre 2002 ist die Neuerkrankungsrate in Deutschland bis 2018 um rund 25% und die Sterberate um 35 bis 40% gefallen“, erklärt Dr. Dietrich Hüppe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng). „Mit Einführung des Einladungsverfahrens im Juli 2019 konnte die Akzeptanz für die Vorsorgekoloskopie klar weiter gesteigert werden.“

Mit der ersten Welle der Covid-19-Pandemieging die Beteiligung an der Darmkrebsvorsorge zwar kurzfristig stark zurück, das Einladungsverfahren verhinderte jedoch einen dauerhaften Einbruch. „Im Gegenteil, es führt ein den Jahren 2021 und 2022 zu einem kontinuierlichen Anstieg der Teilnahme“,so Dr. Hüppe weiter. „Gleichzeitig nahm die Anzahl der Darmkrebsoperationen in den Jahren 2020 bis 2022 erheblich ab.“

Mittlerweile bestätigen auch die ersten Landeskrebsregister aus Bayern und Baden-Württemberg aktuell die deutliche Abnahme der Neuerkrankungen bei Darmkrebs. Insbesondere gingen hier die Neuerkrankungen in der älteren Bevölkerung (>75 Jahren) zurück.

Quelle: www.magen-darm-aerzte.de