
Diagnostik
Um eine sichere Diagnose stellen und die Art sowie das Ausmaß der Entzündung bestimmen zu können, führen wir in unserer Praxis verschiedene Untersuchungen durch:
Ausführliches Gespräch (Anamnese):
Detaillierte Besprechung Ihrer Beschwerden, der Dauer und Art des Stuhlgangs sowie Ihrer Krankengeschichte.
Körperliche Untersuchung:
Abtasten des Bauches zur Feststellung von Druckschmerzen oder Verhärtungen.
Laboruntersuchungen (Blut & Stuhl):
Blutwerte geben Aufschluss über Entzündungsaktivität und mögliche Mangelzustände (z. B. Eisenmangel). Der Stuhltest auf fäkales Calprotectin zeigt die Entzündungsaktivität direkt im Darm an.
Endoskopie (Magen- und/oder Darmspiegelung):
Wir können die Schleimhaut direkt beurteilen und Gewebeproben (Biopsien) entnehmen, um die Diagnose zu sichern.
Ultraschall (Sonographie):
Nicht-invasiv, schmerzfrei, zeigt Verdickungen der Darmwand oder Abszesse.
Therapie und Behandlung: Ihr Weg zur Remission
Die CED sind derzeit nicht heilbar, aber sehr gut behandelbar. Das Hauptziel der Therapie ist es, die Entzündung langfristig zu stoppen, die Symptome zu lindern und eine lang anhaltende, stabile Remission zu erreichen. Dies schützt Ihren Darm vor weiteren Schäden und erhöht Ihre Lebensqualität.
Die Behandlung wird immer individuell auf Ihren Krankheitsverlauf, die Form der CED und die Schwere der Entzündung abgestimmt:
Medikamentöse Therapie:
5-Aminosalicylate (5-ASA, z. B. Mesalazin): Oft die erste Wahl bei leichter Colitis ulcerosa.
Kortikosteroide (Kortison): Zur schnellen Unterdrückung von akuten, stärkeren Schüben. Sie werden meist nur kurzfristig eingesetzt.
Immunsuppressiva (z. B. Azathioprin): Helfen, die fehlgeleitete Immunreaktion langfristig zu dämpfen und die Remission zu erhalten.
Biologika und „Small Molecules“: Hochentwickelte, gezielte Therapien (oft als Infusion oder Injektion), die direkt in spezifische Entzündungsprozesse eingreifen. Sie sind bei mittelschweren bis schweren Verläufen von großer Bedeutung.
Ernährungsberatung: Eine angepasste Ernährung kann begleitend die Symptome lindern und Mangelerscheinungen vorbeugen.
Operative Behandlung: In manchen Fällen (z. B. bei bestimmten Komplikationen wie Darmverschluss, Fisteln oder bei Therapieversagen) kann ein chirurgischer Eingriff notwendig und sinnvoll sein, um dauerhafte Beschwerdefreiheit zu erreichen. Dies geschieht immer in enger Absprache mit spezialisierten Chirurgen.
Fazit
Wir arbeiten eng mit Ihnen zusammen, um die für Sie optimale Therapie zu finden und anzupassen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind entscheidend, um den Therapieerfolg zu überwachen und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Unser Team wird durch speziell ausgebildete CED-FachassistentInnen ergänzt, somit wird eine optimale Betreuung gewährleistet.
Bitte zögern Sie nicht, uns jederzeit Ihre Fragen zu stellen. Wir sind für Sie da!
