
Gründe für eine Darmspiegelung
Die Koloskopie erfolgt aufgrund von unklaren Beschwerden wie z.B.
• Bauchschmerzen
• Blut im Stuhl
• Durchfall
• Verstopfung
• vermehrte Blähungen
• Eisenmangel
• Blutarmut
• unklare Gewichtsabnahme
und zur Darmkrebsvorsorge.
Vorbereitung
Vor der Darmspiegelung führen wir als behandelnde Ärztinnen und Ärzte ein Aufklärungsgespräch mit Ihnen, um den Ablauf der Untersuchung und die, mit ihr verbundenen, Risiken zu erläutern.
Die Vorbereitung zur Darmspiegelung findet zuhause statt. Sie erhalten das Abführmittel sowie eine detaillierte Anleitung.
Für die Beurteilbarkeit und Sicherheit der Untersuchung ist ein sauberer Darm
sehr wichtig.
Vorerkrankungen: Bitte informieren Sie uns über ernsthafte Erkrankungen, insbesondere Augenkrankheiten (Grüner Star), Herzkrankheiten, Allergien, Blutgerinnungsstörungen, chronische Infektionskrankheiten (Hepatitis B oder C bzw. HIV-Infektion, TBC u.a.) schon bei der Anmeldung zur Untersuchung. Bei Herzklappenfehlern ist ggf. ein Antibiotikum notwendig, um Herzklappenentzündungen vorzubeugen.
Medikamente: Bitte informieren Sie uns über die von Ihnen eingenommenen Medikamente, insbesondere über Blutgerinnungshemmer.
Untersuchung
Die Untersuchung erfolgt in einem speziell ausgestatteten Endoskopie-Raum in unserer Praxis.
Sie erhalten eine spezielle Untersuchungshose und müssen sich, bis auf das Gesäß, nicht komplett entkleiden.
„Kurzschlaf“: In den meisten Fällen erhalten Sie ein mildes Beruhigungsmittel (Propofol) zur Sedierung über eine kleine Venenverweilkanüle, wodurch Sie die Untersuchung entspannt verschlafen und sich später kaum daran erinnern werden. Während der gesamten Untersuchung werden Ihre wichtigen Körperfunktionen (z.B. Herzschlag, Sauerstoffsättigung) überwacht.
Unser Endoskopie Fachpersonal ist diesbezüglich speziell ausgebildet.
Propofol hat eine sehr kurze Wirkdauer, sodass Sie zum Ende der Untersuchung wieder bei Bewusstsein sind.
Bitte beachten Sie aber, dass Sie für 12 Stunden weiterhin in Ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sind, so dass eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht erlaubt ist.
Sie dürfen nach einer Sedierung nicht selbst ein Auto steuern und sollten sich abholen lassen oder mit dem Taxi nach Hause fahren. In dieser Zeit sind Sie nicht „geschäftsfähig“ (Verträge etc.).
Einführung des Endoskops: Sobald das Beruhigungsmittel wirkt, führt der Arzt / die Ärztin vorsichtig das Endoskop (einen dünnen, flexiblen Schlauch mit kleiner Kamera) über den Enddarm ein. Dieses wird unter Sicht vorsichtig bis zum Übergang von Dünn- zu Dickdarm vorgeschoben. So können diese Darmabschnitte genau inspiziert werden. Um alle Abschnitte genau zu beurteilen, muss der Darm entfaltet werden.
Die Insufflation von normaler Raumluft, welches im Anschluss häufig zu einem schmerzhaften Blähbauch führt, wurde bei uns schon vor einigen Jahren durch
CO-2-Insufflation ersetzt. Dieses Gas wird vom Körper aufgenommen, so dass der Darm nach der Untersuchung nicht mehr aufgebläht und somit nicht schmerzhaft ist.
Gewebeproben (Biopsien): Falls nötig, können über das Endoskop Polypen entfernt und winzige Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden. Das ist völlig schmerzfrei und dient der genauen Diagnose im Labor.
Dauer: Die eigentliche Spiegelung dauert in der Regel ca. 20 Minuten.
Komplikationen treten sehr selten auf. Hiervor müssen Sie keine Angst haben.
Nach der Untersuchung werden die Endoskope sorgsam gereinigt, so dass eine Übertragung von Keimen von einem auf den anderen Patienten ausgeschlossen wird.
Unsere Praxis legt größten Wert auf die hygienisch einwandfreie Aufbereitung der Endoskopie.
-> mehr zur Hygiene in unserer Praxis
Nach der Untersuchung
Erholung im Aufwachraum: Sie werden in einen speziellen Aufwachraum gebracht, wo Sie sich in Ruhe von der Kurznarkose erholen und von unserem Pflegepersonal überwacht werden.
Befundbesprechung: Sobald Sie wieder ganz wach sind, erfolgt eine Besprechung der Befunde mit der Ärztin oder dem Arzt, der Sie untersucht hat.
Wenn Gewebeproben entnommen wurden, werden diese an die Pathologie versandt und dort feingeweblich untersucht.
Hierzu erhält Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt einen Nachbericht, sobald die Befunde vorliegen.
Nach der Darmspiegelung können Sie in der Regel wie gewohnt essen und trinken.
Entlassungshinweis: Ganz wichtig! Wenn Sie ein Beruhigungsmittel erhalten haben, dürfen Sie am Untersuchungstag selbst kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie von einer Begleitperson abgeholt werden.
