
Vorbereitung
Nahrungskarenz: In der Regel dürfen Sie 6 Stunden vor der Untersuchung keine Speisen mehr aufnehmen. Das Trinken von kohlesäurefreiem Wasser ist bis zwei Stunden vor der Untersuchung erlaubt. Bitte nehmen Sie notwendige Medikamente erst nach der Untersuchung ein. Anschließend können Sie auch wieder Speisen zu sich nehmen.
Vorerkrankungen: Bitte informieren Sie uns über ernsthafte Erkrankungen, insbesondere Augenkrankheiten (Grüner Star), Herzkrankheiten, Allergien, Blutgerinnungsstörungen, chronische Infektionskrankheiten (Hepatitis B oder C bzw. HIV-Infektion, TBC u.a.) schon bei der Anmeldung zur Untersuchung. Bei Herzklappenfehlern ist ggf. ein Antibiotikum notwendig, um Herzklappenentzündungen vorzubeugen.
Medikamente: Bitte informieren Sie uns über die von Ihnen eingenommenen Medikamente, insbesondere über Blutgerinnungshemmer.
Untersuchung
„Kurzschlaf“: In den meisten Fällen erhalten Sie ein mildes Beruhigungsmittel (Propofol) zur Sedierung über eine kleine Venenverweilkanüle, wodurch Sie die Untersuchung entspannt verschlafen und sich später kaum daran erinnern werden. Während der gesamten Untersuchung werden Ihre wichtigen Körperfunktionen (z.B. Herzschlag, Sauerstoffsättigung) überwacht.
Unser Endoskopie-Fachpersonal ist diesbezüglich speziell ausgebildet.
Propofol hat eine sehr kurze Wirkdauer, sodass Sie zum Ende der Untersuchung wieder bei Bewusstsein sind. Bitte beachten Sie aber, dass Sie für 12 Stunden weiterhin in Ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sind, so dass eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht erlaubt ist. Sie dürfen nach einer Sedierung nicht selbst ein Auto steuern und sollten sich abholen lassen oder mit dem Taxi nach Hause fahren. In dieser Zeit sind Sie nicht „geschäftsfähig“ (Verträge etc.).
Rachenspray (optional): Sollten Sie die Untersuchung ohne Sedierung durchführen lassen wird der Rachen mit einem Spray lokal betäubt, um den Würgereiz zu mindern.
Einführung des Endoskops: Sobald das Beruhigungsmittel wirkt, führt der Arzt / die Ärztin vorsichtig das Gastroskop (einen dünnen, flexiblen Schlauch mit kleiner Kamera) über den Mund und die Speiseröhre bis in den Magen und den Zwölffingerdarm ein.
Begutachtung: Um alles gut beurteilen zu können, wird etwas Luft in den Magen geblasen, wodurch sich dieser leicht entfaltet. Der Arzt / die Ärztin betrachtet sorgfältig die Schleimhäute auf mögliche Entzündungen, Geschwüre oder andere Veränderungen.
Gewebeproben (Biopsien): Falls nötig, können über das Gastroskop winzige Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden. Das ist völlig schmerzfrei und dient der genauen Diagnose im Labor.
Dauer: Die eigentliche Spiegelung dauert in der Regel nur etwa 10 bis 15 Minuten.
Nach der Untersuchung müssen die Endoskope einwandfrei gesäubert werden, um eine Übertragung von Keimen von einem auf den anderen Patienten auszuschließen.
Unsere Praxis legt größten Wert auf die hygienisch einwandfreie Aufbereitung der Endoskopie.
-> mehr zur Hygiene in unserer Praxis
Nach der Untersuchung
Erholung im Aufwachraum: Sie werden in einen speziellen Aufwachraum gebracht, wo Sie sich in Ruhe von der Kurznarkose erholen und von unserem Pflegepersonal überwacht werden.
Befundbesprechung: Sobald Sie wieder ganz wach sind, wird der Arzt / die Ärztin die Ergebnisse der Untersuchung mit Ihnen besprechen.
Wenn Gewebeproben entnommen wurden, werden diese an die Pathologie versandt und dort feingeweblich untersucht. Hierzu erhält Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt einen Nachbericht, sobald die Befunde vorliegen. Nach der Magenspiegelung können Sie in der Regel wie gewohnt essen und trinken.
Entlassungshinweis: Ganz wichtig! Wenn Sie ein Beruhigungsmittel erhalten haben, dürfen Sie am Untersuchungstag selbst kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie von einer Begleitperson abgeholt werden.
